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Pokorny's dictionary :

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\data\ie\pokorny
Number: 673
Root: ĝhēu- : ĝhō(u)- : ĝhǝu-
English meaning: to yawn, gape
German meaning: `gähnen, klaffen'
General comments: (s. oben ĝhēi-)
Material: Gr. χάος n. `der leere Raum, Luftraum' (später auch `Kluft'; wohl aus *χαος), χαυ̃νος `auseinanderklaffend, locker', χαυλι-όδοντ- `mit auseinanderstehenden Zähnen';

    ob hierher auch got. gawi `Land, Gegend', ahd. gawi, nhd. Gau, ags. , usw. aus *ĝhǝu̯iom mit ähnlicher Bed.-Entw. wie bei gr. χώρος, χω̃ρα (s. u. ĝhēi- `fehlen; verlassen') und arm. gavar `Landstrich, Gegend'? Oder aus germ. *ga-awja (zu akʷā, oben S. 23) `Landschaftam Wasser'?

    Ahd. goumo m. (*ĝhǝu-men-), giumo (*ĝhēu-men-) `Gaumen', ablaut. anord. gōmr `Zahnfleisch, Gaumen', ags. gōma (engl. gums `Zahnfleisch'), ahd. guomo (*ĝhō[u]-m-) `Gaumen'; über lit. gomurỹs s. unten;

    dazu wohl aisl. geyja `bellen, schelten, spotten', ags. gíegan `schreien', aisl. goð-gā `Gotteslästerung', hund-gā `Bellen' und die Weiterbildungen aisl. gauta `schwatzen, prahlen', ndld. guiten `ausschelten, spotten', nhd. dial. gauzen, gäuzen `bellen, schreien', got. gaunōn `klagen, trauern', aisl. gaula `heulen'; über lit. gaũsti s. unter gou- `rufen, schreien'. Trotzdes nichtpalatalen Wurzelanlauts (s. oben über lit. gomurỹs) könnte es hierher gehören, da viele ursprüngl. palatale Gutturale litauisch als g, k erscheinen.

    Weiter in der Bedeutung `gähnen' mit l-Formans (: gr. χαυλι-) vielleicht hierher mhd. giel m. `Rachen, Schlund', anorw. -gjōl in Ortsnamen? sowie norw. dial. gyl `Kluft, Felskluft' (*gulja-; so auch schwed. göl `Pfütze, Tümpel', mhd. gülle `Lache, Pfütze', mnd. göle, goel `Sumpf' als `Höhlung, in der sich Wasser angesammelt hat'?).

    Daß nhd. Gosche, Gusche, ndd. goske, guske `großes Maul' als sk-Bildung hierher gehöre oder aber etwa mit ai. ghṓṣati `ruft, schreit' verwandt sei (s. Persson Beitr. 116 f.), ist bei einem Trivialausdruck ohne verfolgbare Geschichte nicht wahrscheinlich;

    balt. *gāmuri̯a- m. `Gaumen' in lit. gomurỹs, Gen. gómurio m., auch gomerė̃ (Akk. gómerę) f.; lett. gāmurs m. `Luftröhre, Kehlkopf' (nur bei Miežinis zweifelhaftes guomurs); eine lautgesetzliche Entsprechung zu nhd. Gaumen ergäbe lit. lett. úo (balt. ō); vielleicht im Vokalismus german. beeinflußt; zum g- vgl. oben S. 18 Anm.

    Eine Erw. ĝheubh- in aisl. gaupa f. `Luchs' (wohl eig. `der lechzende, gierige', wie ags. earn-géap `Edelfalke'), ablaut. norw. dial gō̆p `Schlucht, Abgrund'; ags. gēap `weit, geräumig';gēopan `verschlingen', aisl. gaupn f. `die hohle Hand', ahd. goufana ds., wozu lit. žiùpsnis `etwas weniger als eine Handvoll'; vgl. noch Persson Beitr. 835 m. A. 2.

References: WP. I 465 f., WH. I 470, Trautmann 77.
Pages: 449
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