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Pokorny's dictionary :

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\data\ie\pokorny
Number: 113
Root: ar(e)-ĝ- (arĝ-?), r̥ĝi-
English meaning: glittering, white
German meaning: `glänzend, weißlich'
Derivatives: erweitert r̥ĝ-ro-, arĝu-
Material: Ai. árju-na- `licht, weiß'; rajatá- `weißlich', rajatám híraṇyam `weißliches Gold, d. i. Silber', rajatám `Silber' mit auffälligem, trotz Osthoff MU. VI 33 nicht aus tiefstufigem (oder dgl.) herleitbarem Vokalismus gegenüber av. ǝrǝzata- n., apers. ardata- `Silber' (-), lat. argentum, osk. aragetud `argento', air. arggat, mir. airget, cymr. arian(t), corn. mbret. argant, nbret. arc'hant `Silber', gall. ON Arganto-magus; arcanto-dan .. `Münzmeister', arm. arcat` `Silber', toch. A ārkyant N. Pl. f.; mit anderer Bildung gr. ἄργυρος `Silber' (trotz dieser Gleichungen steht die Kenntnis des Silbers für die Urzeit nicht sicher, s. darüber und über die Entlehnungsfrage Schrader RL.II2 394, G. Ipsen IF. 39, 235 f., Festschr. Streitberg 228), messap. argorian (: ἀργύριον) ds., argora-pandes (*arguro-pondi̯os) `quaestor'.

    Thrak. ἄργιλος `Maus', FlN ῎Αρζος (*Argi̯os).

    Gr. ἀργός `weiß, schnell', in Kompositis ἀργι- : ἀργι-κέραυνος `mit glänzendemDonnerkeil', ἀργι-όδων `mit blendend weißen Zähnen' (danach auch *ἀργινός für ἀργεννός, weitergebildet zu ἀργινόεις, Beiwort von auf weißen Kalk- oder Kreidebergen gelegenen Städten); ἀργαίνω `bin weiß'.

    ἀργός wohl nach Wackernagel Verm. Beitr. 8 f. aus *ἀργρός dissimiliert, wozu sich der i-St. ἀργι- der Komposita verhält wie av. dǝrǝzi-raɵa- `feste Wagen besitzend' zu dǝrǝzra- `fest'. Das mit ἀργός lautlich gleiche ai. r̥jrá- bedeutet auch `glänzend', ist also in dieser Bedeutung mit ἀργός `weiß' etymologisch identisch (dazu auch ai. ŕ̥jīti-, r̥jīka- `strahlend'). Ai. r̥jrá- `schnell', Ṛji-śvan- `der über schnelle Hunde gebietende Verbündete Indras' = gr. ἀργός `schnell' (ebenfalls von Hunden, also bereits ursprachliches Beiwort, s. Schulze Kl. Schr. 124), ἀργί-πους `schnellfüßig', PferdeN Πόδ-αργος, hält Persson Beitr. 828 für ein von ἀργός (r̥jrá-) `weiß' verschiedenes Wort (zur Wz. reĝ- `gerade' in ai. r̥jīšá- `gerade darauf loseilend', r̥ji-pyá `dahin schießend', usw.), gegen Bechtel Lexil. 57, der den Begriff des Leuchtens aus dem der schnellen Bewegung geflossen sein läßt (vgl. `blitzschnell') wie auch Schulze aaO. Leuchtkraft der Farbe und Schnelligkeit der Bewegung (vgl. lat. micāre) als versch. Seiten derselben Anschauuug betrachtet.

    ἄργεμον, ἄργεμα n. `das Weiße (im Auge, Nagel)', ἀργήεις, dor. ἀργα̃ς (*ἀργᾱFεντς `glänzend'; es-St. in ἐναργής `deutlich, klar', ἀργεσ-τής Beiwort des νότος, `aufhellend' (s. zuletzt Schwyzer Gr. Gr. I 5001), ἀργεννός `weißschimmernd' (*ἀργεσ-νός); vielleicht auch in ἀργειφόντης Beiwort des Hermes (`im Glanze tötend'?).

    Ob der es-St. av. аrǝzah- `Nachmittag und Abend' damit etymologisch zusammengehöre, ist der Bed. halber mindestens ganz fraglich, s. Bartholomae Airan. Wb. 202, Bechtel aaO.

    ἀργής, -η̃τος, -έτι, -έτα `weißschimmernd'; ἄργιλλος und ἄργῑλος `weißer Ton' (lat. Lw. argilla, argīla): ἄργυ-ρος s. oben, ἄργυ-φος, ἀργύ-φεος `weißglänzend' (im Wortausgang wohl zur Wz. bhā- `scheinen', Prellwitz BB. 22, 90, Bechtel Lexil. 57 f.).

    Lat. argentum s. oben; arguō `mache klar, deutlich; helle einen Sachverhalt auf, überführe', argūtus `stimmkräftig, schwatzhaft; (seit Cicero auch:) strahlend, flimmernd' und `scharfsinnig'.

    Toch. A ārki, В ā̆rkwi `weiß' (*arĝu̯i̯o-), ārcune `Beiwort des königl. Titels', A ārki-śoṣi `weiße Welt' (vgl. cymr. elfydd S. 30); hett. ḫar-ki-iš (ḫarkis) `weiß'.

    e-Vokalismus zeigen die von Osthoff MU. V, S. V, und MU. VI 33 herangezogenen got. unaírkns `unrein', aírkniþa `Reinheit, Echtheit', ahd. erchan `recht, echt', anord. jarknasteinn, ags. eorcnanstān `Edelstein' (dazu auch anord. jarteikn n. `Wahrzeichen' aus *jar[kn]-teikn, Lidén bei Noreen Aisl. Gr.3 ̨p. 281, 6); vgl. auch Feist 25b.

    Als gesichert kann ich die Zugehörigkeit der germ. Worte nicht ansehen, doch wäre hinsichtlich des Vokalismus Kreuzung von germ. *ark- = idg. *arĝ- mit einem *erk- = ai. árcati, idg. *erk- wenigstens denkbar.

    Über das von Uhlenbeck KZ. 40, 552, 560 herangezogene lit. áržuolas, ąžuolas, dial. áužuolas, ostlit. dial. úžolas `Eiche', s. vielmehr Bezzenberger KZ. 42, 263, Trautmann Apr. 301, wonach anž- (vgl. аpr. ansonis) die ursprüngliche Form ist (anders Zupitza KZ. 36, 66, Germ. Gutt. 214).

    Bei Hirts (Abl. 124) Ansatz *ar(e)ĝ- bereiten die germ. Worte Schwierigkeit, doch s. oben. Der Ansatz eines 2. Wurzelvokals (areĝ-) ist nur durch ai. rajatám an die Hand gegeben, also zweifelhaft.

References: WP. I 82 f., II 362 f., WH. I 66, 848, Feist 25, Schwyzer Gr. Gr. I 260, 447, 481, Frisk Nominalbildg. 4.

    Specht (Dekl. 1141) setzt wegen gr. ἄρμη λευκή Hes. eine Farbwurzel ar- an, die er mit al- (oben S. 31) gleichsetzt.

   

Pages: 64-65
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